Local Food Movement III -Das kartographische Problem

Dieser Beitrag ist eine Ergänzung zum Beitrag Local Food Movement I und II

Zum Thema Respatialisierung unter der Bewegungsrichtung „Local“ ist auch das Thema Kartographie nicht unbedeutend.

Es ist erschreckend, dass viele Probleme des Local Food Movements daher rühren, dass niemand sich einig über die Bedeutung und die Verortung von lokal oder regional ist. Dass diese diffuse Bezeichnungen ausgenutzt werden, um lokal und regional je nach Intention selbst zu interpretieren.

Geographie und Sozialwissenschaften prallen aufeinander und plötzlich ist nicht mehr genau klar, was man eigentlich mit der Kartographie noch anfangen soll.

„Lokal“ auf der Karte einzuzeichnen ist nicht mehr möglich, weil das Thema viel zu komplex ist. Eigentlich ein Paradebeispiel für die aktuelle Beziehung der Humangeographie zu Kartographie.

Die Transformation der Karte

Geographie und Kartographie gehören zusammen. Je näher die Sozialwissenschaften rücken, desto mehr nehmen geographische Wissenschaftler scheinbar Abstand vom Kartieren.  Warum?

Je komplexer die Welt wird, desto weniger nützen klassische Karten, mit denen wir einst gelernt haben, einen Blickwinkel auf die Welt zu entwickeln.

Auf der einen Seite gibt es heute so viele Möglichkeiten, sozialgeographische Inhalte zu visualisieren. Mind Maps, interaktive Karten, abstrahierte Themenkarten, Mental Maps.

Auf der anderen Seite wirken sie irritierend auf diejenigen, denen an solchen Karten Fundiertheit, Umfang und Tiefe fehlt.

Dabei sind neue Methoden wichtig: Karten sind machtgeladen.

 

Wir verstehen Räume und Zusammenhänge durch die Kommunikation von Karten und wenn es mehr Möglichkeiten gibt, sozialgeographische Befunde aus verschiedenen Perspektiven darzustellen, sollten wir die Chance nutzen und unser Denken weiter zu entwickeln, mehr Perspektiven zu sehen, Komplexität zu verstehen.

Die Herausforderung besteht darin, visualisierbare Ergebnisse zu finden, vor allem aber Forschungsfragen zu entwickeln, die sich räumlich darstellen lassen.

Moderne kartographische Methoden gehen weiter, als den Ort zu „lokal“ zu finden, es geht um neue Methoden, in Mustern zu denken und neue Perspektiven zu entdecken.

 „These are the characteristics of the new exploration of the world“ (Hening 2013)

 

Perkins: Cartography – cultures of mapping: le – power in pracice

Views of the world

Rediscovering the world

worldmapper

 

 

 

  

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